
Der öffentliche Verkehr in Österreich,
Linie für Linie.
Finden Sie die wichtigsten Linien des Landes: Regionalbusse und Stadtverkehre in Oberösterreich, das Linzer Straßenbahnnetz und die Bahnkorridore zwischen Bregenz, Wien, Graz und Klagenfurt – mit Laufwegen, Umsteigeknoten und Hintergründen zu Tarifen, Betreibern und Klimabilanz.
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Vom Stadtbus bis zum Fernverkehr
Der öffentliche Verkehr in Österreich ist eng verzahnt: Regionalbusse bringen Fahrgäste zum nächsten Bahnhof, die Bahn übernimmt die Hauptachsen, und in Linz verteilt die Straßenbahn im Minutentakt. Wir haben die drei Ebenen getrennt aufbereitet.
Von den Stadtnetzen in Linz, Wels und Steyr bis zu den Zubringern ins Mühlviertel, Innviertel und Salzkammergut.
Alle Buslinien
Westbahn, Südbahn, Tauernbahn und Pyhrnbahn – die Korridore, die Österreich in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung verbinden.
Zur Übersicht
Vier Tageslinien, die Pöstlingbergbahn und zwei Nachtlinien – das einzige Straßenbahnnetz Oberösterreichs.
Linien ansehenWie Österreich zusammenhängt
Alle neun Bundesländer, die vier großen Bahnachsen und die regionalen Busachsen Oberösterreichs in ihrer tatsächlichen geografischen Lage. Tippen Sie einen Knoten an, um Details und die zugehörige Linienübersicht zu sehen.
Die Westbahn ist die Lebensader des Landes: Von Wien über Linz, Wels und Salzburg führt sie weiter nach Innsbruck, durch den Arlberg nach Bludenz und Bregenz bis an den Bodensee. Auf dieser Achse liegen die meisten Fernverkehrslinien unseres Bestands.
Die Südbahn verbindet Wien über Wiener Neustadt und den Semmering mit Bruck an der Mur und Graz. Von Salzburg zweigt die Tauern- und Drautalachse nach Villach und Klagenfurt ab. Quer dazu läuft die Pyhrnbahn von Linz über Kirchdorf und Selzthal in die Obersteiermark.
Im Mühlviertel und im Innviertel gibt es dagegen keine durchgehende Bahnachse – dort übernehmen Regionalbusse die Erschließung.
Rot umrandete Knoten sind die acht größten Verkehrsknoten des Landes. Blau umrandete Knoten stehen für die oberösterreichischen Bezirksstädte, die wir im Detail dokumentieren – ein Klick öffnet die jeweilige Linienübersicht.
Die gestrichelten Linien sind keine Bahnstrecken, sondern die tragenden Busachsen: Linz–Freistadt, Linz–Rohrbach, Linz–Perg, Wels–Ried–Schärding sowie die Verbindungen ins Salzkammergut und ins Kremstal.
Stark frequentierte Linien
Die am häufigsten gesuchten Verbindungen – die Linzer Straßenbahn, die großen Fernverkehrsachsen und die Regionalbusse ins Mühlviertel.
Vier Räume, vier Verkehrslogiken
Oberösterreich ist verkehrlich kein einheitliches Gebiet. Zwischen dem dicht getakteten Zentralraum und den Tälern des Mühlviertels liegen Welten – deshalb behandeln wir die Regionen getrennt.
Mühlviertel
Nördlich der Donau, zwischen Böhmerwald und Machland, gibt es keine durchgehende Bahnachse – das Mühlviertel wird fast vollständig mit Regionalbussen erschlossen.
Region ansehen →Innviertel
Das Innviertel liegt zwischen Inn, Salzach und Hausruck. Viele Linien enden an der bayerischen Grenze oder binden an die Bahnhöfe der Innkreisbahn an.
Region ansehen →Traunviertel & Salzkammergut
Zwischen Traunsee, Pyhrn-Priel und Enns liegt die touristisch stärkste Region Oberösterreichs – mit deutlichen Nachfragespitzen an Wochenenden und in der Saison.
Region ansehen →Zentralraum Linz – Wels – Steyr
Im Städtedreieck Linz–Wels–Steyr lebt rund die Hälfte der oberösterreichischen Bevölkerung – hier überlagern sich Straßenbahn, Stadtbus, Regionalbus und S-Bahn.
Region ansehen →Städte und Bezirkshauptorte im Detail
Weitere Orte mit eigener Linienübersicht
Märkte, Kurorte und Umsteigeknoten, die über ihre Größe hinaus verkehrlich eine Rolle spielen.
Die Verkehrsunternehmen
In Österreich bestellt die öffentliche Hand die Verkehrsleistungen, gefahren wird von mehreren Unternehmen. Wer auf einer Linie unterwegs ist, erkennt man oft erst am Fahrzeug.
ÖBB-Personenverkehr
Betreibt den Großteil des Fern- und Nahverkehrs auf der Schiene – von Railjet und Nightjet bis zur Regionalbahn und den S-Bahn-Netzen.
ÖBB-Postbus
Größtes Busunternehmen Österreichs. Fährt einen erheblichen Teil der oberösterreichischen Regionallinien im Auftrag des Verkehrsverbunds.
LINZ AG LINIEN
Straßenbahn, O-Bus, Stadtbus und Pöstlingbergbahn in Linz sowie im Umland bis Traun und Leonding – rund 39 Linien.
Stern & Hafferl Verkehr
Betreibt Lokalbahnen wie die Traunseetram, die Vorchdorferbahn und die Attergaubahn sowie zahlreiche Buslinien im Salzkammergut.
Stadtverkehr Wels
Citybus-Linien rund um den Kaiser-Josef-Platz erschließen die Welser Stadtteile und binden sie an den Hauptbahnhof an.
Stadtverkehr Steyr
Verbindet Bahnhof, Stadtplatz und Tabor mit den Wohngebieten am Stadtrand und mit dem Industriegebiet.
Hinweis: Verkehrinfo ist keines dieser Unternehmen und vertritt sie auch nicht. Die Zuordnung von Linien zu Betreibern kann sich durch Neuvergaben ändern.
Was eine Fahrt kostet
Österreich hat sein Tarifsystem in den letzten Jahren stark vereinfacht. Neben den Zonentarifen der Verbünde steht seit 2021 das KlimaTicket als landesweite Jahresnetzkarte.
- Gilt in nahezu allen Öffis des Landes
- Fern-, Regional- und Stadtverkehr
- Ermäßigt u. a. unter 26 und ab 65
- Alle Regionalzonen des OÖVV
- Inklusive Linz, Wels und Steyr
- Straßenbahn und Stadtbus inbegriffen
- Für Wege außerhalb der drei Kernzonen
- Ideal für Pendeln im ländlichen Raum
- Kernzonen separat zubuchbar
- Preis nach Anzahl durchfahrener Zonen
- Eigene Tarife für Linz, Wels und Steyr
- Verkehrsmittelübergreifend gültig
Preise ändern sich. Die genannten Beträge entsprechen dem Tarifstand ab 1. Jänner 2026. Aktuelle und verbindliche Preise sowie den Zonenplan veröffentlicht der Oberösterreichische Verkehrsverbund. Tickets verkaufen wir nicht.
27-mal weniger CO₂ als im Auto
Der Unterschied zwischen Schiene und Straße ist in Österreich besonders groß – weil der Bahnstrom vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt.
Nach Berechnungen des Umweltbundesamts verursacht eine Bahnfahrt im Schnitt 5,4 Gramm CO₂ je Personenkilometer. Ein durchschnittlicher Pkw kommt auf 147 Gramm. Werden auch Fahrzeugherstellung und Energiebereitstellung eingerechnet, steigt der Pkw-Wert auf 211 Gramm.
Die ÖBB decken ihren Bahnstrombedarf seit 2018 zu 100 % aus erneuerbarer Energie, überwiegend aus eigener und partnerschaftlicher Wasserkraft. Linienbusse senken die Emissionen gegenüber dem Pkw im Schnitt um rund drei Viertel.
Direkte CO₂-Emissionen je Personenkilometer. Der Buswert ist ein Richtwert und leitet sich aus der vom Umweltbundesamt genannten Einsparung von rund 75 % gegenüber dem Pkw ab; er hängt stark von der Auslastung ab.
Wie gut funktioniert das System?
Österreich gehört zu den Ländern mit der intensivsten Öffi-Nutzung Europas – und mit einer im europäischen Vergleich hohen Pünktlichkeit.
Gemessen wird die Pünktlichkeit ab einer Verspätung von rund fünfeinhalb Minuten. Dass der Nahverkehr besser abschneidet als der Fernverkehr, hat strukturelle Gründe: Fernzüge legen längere Strecken zurück, queren Staatsgrenzen und sammeln damit Verspätungen anderer Netze ein.
Beim Nutzungsgrad liegt Österreich an der EU-Spitze: 2.160 km legt jede Person im Schnitt pro Jahr mit Bahn, Straßenbahn und U-Bahn zurück – doppelt so viel wie im EU-Durchschnitt. Gleichzeitig wird mit 7.770 km pro Kopf weniger Auto gefahren als im EU-Mittel.
Kurz erklärt
Was ist das KlimaTicket und was kostet es?
Das KlimaTicket ist Österreichs Jahresnetzkarte. Die bundesweite Variante KlimaTicket Ö gilt in nahezu allen öffentlichen Verkehrsmitteln des Landes und kostet 1.400 € pro Jahr; ermäßigt (unter 26, ab 65, Menschen mit Behinderung, Zivil- und Präsenzdienst) sind es 1.050 €. Wer nur in Oberösterreich unterwegs ist, greift zum KlimaTicket OÖ: 467 € für die Variante Regional und 703 € für die Variante Gesamt inklusive der Kernzonen Linz, Wels und Steyr (Tarifstand ab 1. Jänner 2026).
Wie funktioniert das Zonensystem des Oberösterreichischen Verkehrsverbunds?
Oberösterreich ist in Waben eingeteilt: 448 Regionalzonen plus die drei Kernzonen Linz, Wels und Steyr. Der Fahrpreis einer Einzelfahrt ergibt sich aus der Anzahl der durchfahrenen Zonen laut Tarifzonenplan – nicht aus der gefahrenen Strecke in Kilometern. Für die Kernzonen gelten eigene Preise und Aufschläge. Ein Ticket gilt verkehrsmittelübergreifend, ein Umstieg von Regionalbus auf Straßenbahn erfordert also kein neues Ticket, solange die Zonen abgedeckt sind.
Welche Straßenbahnlinien gibt es in Linz?
Linz betreibt als einzige Stadt Oberösterreichs ein Straßenbahnnetz. Im Kern sind es vier Tageslinien: die Linie 1 (JKU Universität – Auwiesen), die Linie 2 (JKU Universität – solarCity), die Linie 3 (Landgutstraße – Trauner Kreuzung) und die Linie 4 (Landgutstraße – Schloss Traun). Dazu kommen die Pöstlingbergbahn als Linie 50 sowie die Nachtlinien N82 und N84. Alle sieben Linien sind auf unserer Straßenbahnseite dokumentiert.
Wer betreibt die Busse und Bahnen in Oberösterreich?
Der Oberösterreichische Verkehrsverbund (OÖVV) bestellt und koordiniert die Leistungen, gefahren wird von mehreren Unternehmen: ÖBB-Postbus im Regionalverkehr, die LINZ AG LINIEN im Linzer Stadtverkehr, Stern & Hafferl im Salzkammergut sowie die Stadtverkehre von Wels und Steyr. Auf der Schiene dominiert die ÖBB-Personenverkehr AG.
Wie pünktlich sind Bahn und Bus in Österreich?
Im Jahr 2025 erreichte der österreichische Schienenpersonenverkehr eine Pünktlichkeit von 94,1 % (Schwelle: Verspätung unter rund fünfeinhalb Minuten). Der Nahverkehr lag mit 94,8 % deutlich vor dem Fernverkehr mit 81,4 %. Insgesamt wurden 347,5 Mio. Reisende gezählt. Damit zählt Österreich im europäischen Vergleich weiterhin zu den zuverlässigsten Bahnländern.
Wie klimafreundlich ist der öffentliche Verkehr?
Nach Daten des Umweltbundesamts verursacht eine Bahnfahrt in Österreich im Schnitt 5,4 Gramm CO₂ je Personenkilometer, ein durchschnittlicher Pkw dagegen 147 Gramm – das 27-Fache. Linienbusse senken die Emissionen gegenüber dem Pkw um rund drei Viertel. Ein Grund für den niedrigen Wert der Bahn: Der Bahnstrom der ÖBB stammt seit 2018 zu 100 % aus erneuerbaren Quellen, überwiegend aus Wasserkraft.
Sind die Fahrpläne auf Verkehrinfo verbindlich?
Nein. Verkehrinfo ist ein redaktionelles Informationsangebot und kein Buchungs- oder Auskunftssystem eines Verkehrsunternehmens. Wir beschreiben Linienverläufe, Umsteigepunkte und Rahmenbedingungen. Für verbindliche Abfahrtszeiten, Echtzeitdaten und Tickets nutzen Sie bitte die Auskunftssysteme der jeweiligen Verkehrsunternehmen oder des OÖVV.
Wie sind die Linienseiten aufgebaut?
Jede Linie hat eine eigene Seite mit Liniennummer, vollständigem Laufweg und den wichtigsten Zwischenorten. Die Linien sind nach Verkehrsmittel gegliedert – Bus, Bahn und Straßenbahn – und zusätzlich über Orts- und Regionsseiten erschlossen, damit Sie alle Verbindungen eines Ortes auf einen Blick sehen.
Eine Linie fehlt oder eine Angabe stimmt nicht?
Wir pflegen die Linienübersichten laufend. Hinweise auf geänderte Laufwege, eingestellte Linien oder Fehler sind ausdrücklich willkommen.
- Oberösterreichischer Verkehrsverbund (OÖVV) – Tickets & Preise – www.ooevv.at
- ÖBB-Konzern – Pünktlichkeitsstatistik – konzern.oebb.at
- Parlament Österreich – Bericht zum Schienenverkehr 2025 – www.parlament.gv.at
- Umweltbundesamt – Emissionsfaktoren Verkehrsmittel – www.umweltbundesamt.at
- VCÖ – Österreich im Schienenverkehr an der EU-Spitze – vcoe.at
- LINZ AG LINIEN – Jahresbilanz und Netzdaten – www.linzag.at
Stand der Angaben: September 2026. Alle Preise, Fahrpläne und Kennzahlen ohne Gewähr.
- Straßenbahn der LINZ AG LINIEN an einer Haltestelle in Linz-Urfahr – Foto: Isiwal, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
- ÖBB Railjet der zweiten Generation bei Landeck-Zams – Foto: Michael1884, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
- Regionalbus der ÖBB-Postbus GmbH auf einer österreichischen Landstraße – Foto: High Contrast, Wikimedia Commons, CC BY 3.0 DE
- Straßenbahn der LINZ AG LINIEN – Foto: User:My Friend, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Vollständige Angaben auf der Seite Bildnachweis.
