Bahnverbindungen quer durch Österreich
Westbahn, Südbahn, Tauernbahn und Pyhrnbahn: Auf vier großen Achsen wickelt Österreich den größten Teil seines Schienenverkehrs ab – von Bregenz am Bodensee bis Wien, von Salzburg bis Klagenfurt.

Österreichs Schienennetz folgt der Topografie. Die Alpen zwingen den Verkehr in wenige Täler, und genau dort verlaufen die Hauptachsen, die in unserem Bestand immer wieder auftauchen.
Die Westbahn ist die wichtigste davon. Sie verbindet Wien über St. Pölten, Linz, Wels und Salzburg mit Kufstein und Innsbruck; jenseits des Arlbergs führt sie weiter nach Bludenz, Bregenz und über die Grenze nach Lindau. Ein großer Teil der hier dokumentierten Verbindungen läuft über diesen Korridor – inklusive der grenzüberschreitenden Relationen nach Deutschland, in die Schweiz und nach Ungarn.
Die Südbahn führt von Wien über Wiener Neustadt und den Semmering nach Mürzzuschlag, Bruck an der Mur und Graz und weiter bis Spielfeld-Straß an der slowenischen Grenze. Nach Norden setzt sie sich über Břeclav nach Tschechien fort. Die Tauern- und Drautalachse verbindet Salzburg mit Villach und Klagenfurt und stellt über Tarvis den Anschluss nach Italien her.
Für Oberösterreich besonders relevant ist die Pyhrnbahn: Sie verlässt die Westbahn in Linz, führt über Wels, Kirchdorf an der Krems und den Pyhrnpass nach Selzthal und weiter in die Obersteiermark bis Graz. Sie ist die einzige direkte Nord-Süd-Verbindung durch das Land und erklärt, warum Selzthal in so vielen Laufwegen auftaucht, obwohl der Ort selbst klein ist.
Betrieben werden die Verbindungen ganz überwiegend von der ÖBB-Personenverkehr AG. Der Bahnstrom stammt seit 2018 vollständig aus erneuerbaren Quellen, überwiegend aus Wasserkraft – ein wesentlicher Grund für die sehr niedrige CO₂-Bilanz von 5,4 Gramm je Personenkilometer.
Das vollständige Linienverzeichnis
Sortiert nach Liniennummer. Ein Klick führt zur Detailseite mit dem vollständigen Laufweg.
Stadtverkehr (Linien 1–99)
1 LinienLinien 100–199
5 LinienLinien 200–299
3 LinienLinien 300–399
1 LinienLinien 500–599
8 LinienLinien 600–699
3 LinienLinien 700–799
1 LinienLinien 800–899
1 LinienLinien 900–999
1 LinienSonderlinien
244 LinienGut zu wissen
Was bedeuten die Kürzel in den Liniennummern?
Die Bezeichnungen stammen aus der Struktur des Fernverkehrsangebots. Kürzel wie A, D, CH, CZ, HU, I oder SI verweisen auf den Länderbezug einer Relation – etwa auf grenzüberschreitende Verbindungen nach Deutschland, in die Schweiz, nach Tschechien, Ungarn, Italien oder Slowenien.
Warum sehen mehrere Verbindungen gleich aus?
Auf stark befahrenen Achsen wie der Westbahn verkehren mehrere Produkte parallel – Railjet, Intercity, Regionalexpress und Regionalzug bedienen teilweise denselben Korridor mit unterschiedlichen Halten. Der angegebene Laufweg nennt jeweils die prägenden Knoten.
Wie pünktlich ist der Fernverkehr wirklich?
2025 lag die Pünktlichkeit im Fernverkehr bei 81,4 %, im Nahverkehr dagegen bei 94,8 %. Fernzüge legen längere Strecken zurück und übernehmen Verspätungen aus den Netzen der Nachbarländer, was den Unterschied weitgehend erklärt.
- Oberösterreichischer Verkehrsverbund (OÖVV) – Tickets & Preise – www.ooevv.at
- ÖBB-Konzern – Pünktlichkeitsstatistik – konzern.oebb.at
- Parlament Österreich – Bericht zum Schienenverkehr 2025 – www.parlament.gv.at
- Umweltbundesamt – Emissionsfaktoren Verkehrsmittel – www.umweltbundesamt.at
- VCÖ – Österreich im Schienenverkehr an der EU-Spitze – vcoe.at
- LINZ AG LINIEN – Jahresbilanz und Netzdaten – www.linzag.at
Stand der Angaben: September 2026. Alle Preise, Fahrpläne und Kennzahlen ohne Gewähr.
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