Buslinien in Oberösterreich
Vom Stadtbus in Linz, Wels und Steyr bis zur Regionallinie ins Mühlviertel: Der Bus ist in Oberösterreich das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs – überall dort, wo keine Bahn fährt.

Oberösterreich ist flächenmäßig groß und siedlungsstrukturell zersplittert. Außerhalb der Bahnachsen Westbahn, Pyhrnbahn, Innkreisbahn und Summerauerbahn übernimmt deshalb der Bus die Grunderschließung – und zwar in zwei klar getrennten Ebenen.
Die erste Ebene sind die Stadtverkehre. Linz, Wels und Steyr bilden im Tarifsystem des Oberösterreichischen Verkehrsverbunds eigene Kernzonen und betreiben jeweils ein eigenes Liniennetz mit niedrigen Liniennummern. In Steyr laufen fast alle Linien am Bahnhof zusammen und fächern von dort nach Tabor, Ennsleite, Resthof und Münichholz auf. In Wels ist der Kaiser-Josef-Platz der zentrale Umsteigepunkt, ergänzt um den Hauptbahnhof.
Die zweite Ebene sind die Regionallinien mit drei- und teils vierstelligen Nummern. Sie folgen einer groben Logik: Der 200er-Block erschließt das westliche Mühlviertel Richtung Rohrbach-Berg, Neufelden und Julbach, der 300er-Block das östliche Mühlviertel um Freistadt, Pregarten und Perg. Der 400er- und 500er-Block deckt das Traunviertel und das Salzkammergut ab, der 800er-Block das Innviertel zwischen Ried, Schärding und Braunau.
Viele Regionallinien enden nicht im Ortszentrum, sondern an einem Bahnhof – etwa in Attnang-Puchheim, Vöcklabruck oder Lambach. Dieses Zubringerprinzip ist in Oberösterreich Programm: Der Bus sammelt in der Fläche, die Bahn transportiert auf der Hauptachse. Auffällig oft taucht dabei die Haltestelle Linz voestalpine als Ziel auf – das Industriegelände ist einer der größten Pendlerziele des Landes.
Gefahren wird im Auftrag des Verkehrsverbunds von mehreren Unternehmen. Den größten Anteil im Regionalverkehr hat die ÖBB-Postbus GmbH; im Salzkammergut ist zusätzlich Stern & Hafferl unterwegs, in den Städten die jeweiligen kommunalen Betriebe.
Das vollständige Linienverzeichnis
Sortiert nach Liniennummer. Ein Klick führt zur Detailseite mit dem vollständigen Laufweg.
Stadtverkehr (Linien 1–99)
52 LinienLinien 100–199
12 LinienLinien 200–299
22 LinienLinien 300–399
60 LinienLinien 400–499
28 LinienLinien 500–599
40 LinienLinien 600–699
4 LinienLinien 700–799
10 LinienLinien 800–899
41 LinienSonderlinien
10 LinienGut zu wissen
Wie lese ich die Liniennummern?
Ein- und zweistellige Nummern gehören in der Regel zu einem Stadtverkehr (Linz, Wels oder Steyr). Dreistellige Nummern sind Regionallinien; die Hunderterstelle verrät grob die Landesrichtung. Buchstabenzusätze wie a, b oder E kennzeichnen Varianten, Verstärker- oder Schülerkurse.
Warum haben mehrere Linien dieselbe Nummer?
Die Nummern sind nur innerhalb eines Verkehrsraums eindeutig. Eine Linie 1 gibt es sowohl im Steyrer als auch im Welser Stadtverkehr – es sind zwei völlig verschiedene Linien. Achten Sie deshalb immer auch auf den genannten Laufweg.
Gilt ein Ticket auch beim Umstieg auf die Bahn?
Ja. Im OÖVV gilt ein Ticket verkehrsmittelübergreifend, solange die durchfahrenen Tarifzonen abgedeckt sind. Der Umstieg vom Regionalbus in die S-Bahn oder in die Linzer Straßenbahn erfordert also kein zweites Ticket.
- Oberösterreichischer Verkehrsverbund (OÖVV) – Tickets & Preise – www.ooevv.at
- ÖBB-Konzern – Pünktlichkeitsstatistik – konzern.oebb.at
- Parlament Österreich – Bericht zum Schienenverkehr 2025 – www.parlament.gv.at
- Umweltbundesamt – Emissionsfaktoren Verkehrsmittel – www.umweltbundesamt.at
- VCÖ – Österreich im Schienenverkehr an der EU-Spitze – vcoe.at
- LINZ AG LINIEN – Jahresbilanz und Netzdaten – www.linzag.at
Stand der Angaben: September 2026. Alle Preise, Fahrpläne und Kennzahlen ohne Gewähr.
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